
















Pressetexte:60% Final Tables,
aber nix mit World Poker Tour.
Kurz vor den großen Ticketgewinnen (12.500$, 6.500$, 3.000$) ist Schluss.
Gute Gesellschaft: Im Kampf gegen Soren Kongsgaard, Martin Klaeser und Michael
Tureniec
Mir ist flau im Magen, beim Schreiben dieses Newsletters. Die letzten 10
Großturniere brachten 3 dicke Chancen, die Weltbühne des Pokers zu erklimmen:
Für kleinstes Geld wurden die wichtigen Satellite-Turniere nach Zypern, England
und Spanien erreicht, und kurz vor den Ticketgewinnen kamen die BadBeats, wie
man das eben so kennt. Die Tabelle von oben spricht für sich: 150% Return on
Investment wären ja eigentlich gigantisch, die Final Tables hätten aber etwas
zwischen 7.000,- und 9000,- bringen müssen. Aber that's Poker, ohne ganz harte
Cooler geht es eben nicht nach oben.
Schmankerl: Im Online-Turnier "WPT Qualifikation Zypern" wurde der Vollprofi
Soren Kongsgaard (EPT Monte Carlo Finalist) aus dem Turnier genommen, mit einer
Sonderprämie von $200,- .
Eine große Ehre,und doch ein herber Schlag.Großer Showdown zur Chip-Lead gegen
FullTilt-Profi Martin Klaeser am Final Table und der Garant für ein
Espana-Ticket.
Der Reraise-All-in gegen den UTG wurde vom ihm im BigBlind gecallt. Die AKs
hielten gegen Klaesers 99 nicht stand. Sonst wäre mit 55.000 Punkten der
Eintritt auf die internationale Bühne erfolgt.
Lieber den Spatz in der Hand...
2x qualifiziert für Word Series of Poker 2009 Hauptvorrunde. Dann siegte doch
die Vernunft.
Alljährlich finden auf den großen Pokerplattformen die Qualifikations-turniere
zum größten Pokerturnier der Welt statt. Gut ist: Das Haupt-turnier der WSOP
(Word Series Of Poker) bietet dem Gewinner ein Preisgeld von 9,1 Millionen
Dollar, also umgerechnet so 2 Qubikmeter. Nachteil: Selbst wenn man das
Startgeld von 10.000 Dollar mitbringt, muss man immer noch ca. 6000 Pokerprofis
ausschalten, um mit dem Hubwagen das Sümmchen mit nach Hause zu rollen. Dieses
Jahr konnte man sich u.a. bei den Online-Plattformen Pokerstars und FullTilt für
die Vorrunde qualifizieren ($370,- bzw. $535 Buy in). Mit $110,- und $49 waren
die Qualifikationen für beide Vorrunden geschafft. Gut gelaufen, eben nur ein
Bruchteil des Startgelds investiert, und 2 Chancen, beim großen Finale dabei zu
sein. Schon in der Pokerstars-Quali lächelten große nahmen wie Hevad Khan oder
Dennis Phillips von der Teilnehmerliste. 8000 Teilnehmer spielten um 233
Teilnahmen, bei Platz 2400 war dann allerdings Schluss, natürlich mit einer "domating
Hand". Die Qualifkation bei FullTilt für $535 habe ich dann doch lieber
ausgezahlt, $350 davon gehen an ein gutes Kinderprojekt, was wir jetzt
aussuchen.
www.Reraise-For-Children.com Ein guter Teil für einen guten Zweck.
Bodo Zeidler qualifiziert für WPT 09
Am 6. Juni startete eins der Vorrunden-Turniere zur WPT 09 in Bad Oeynhausen. 45
Teilnehmer, darunter 3 Qualifikanten von Intellipoker, wetteiferten um die
Tickets für das im Dezember stattfindende Haupt-turnier in Dortmund. Das
Hold'em-Turnier mit Rebuy/Add-Modus und 4000,- Preispool bot eine Reihe von
interessanten Sachpreisen, darunter Hummer-Fahren, Hubschrauber Selber Fliegen
und House-Running, was man ja bereits von Germany's Next Topmodel kennt. Das
Last-Minute-Buy-In und die 5 minütige Verspätung brachten Bodo Zeidler offenbar
kein Unglück. Mit einer stabilen Stack-Entwicklung in den den ersten 4 Levels
sorgte der erste Tischwechsel für einen guten Lauf. Eine direkte
Small-Blind-Big-Blind Konfrontation führten von 4500 zu 8000 Spielpunkten.
Danach folgte der einzige, aber auch wohl wichtigste Glücks-Showdown: Die All-in
geschobenen AQ wurden von KK mit den Worten "Das war wohl ein schlechter
Zeitpunkt" gecallt. Auf dem Flop lächelte dann aber doch ein Ass, was dann zu
15.500 Punkten führte. Druckvolle Spielzüge ließen den Stack bis auf 42.000
Punkte ansteigen. Q8 als Reraise-All-in im Small-Blind verjagten A7 im Big-Blind
und schlugen den Bluff aus dem Button. Der Call mit 55 auf das All-in des
letzten Intellipoker-Qualifikanten machte den Final Table dann noch ein
Stückchen kleiner. Der zweithöchste Stack wurde von dem Mülheimer Michael
Skowronnek geführt. Beide Spieler gingen sich komplett aus dem Weg, auch in der
Bubble-Phase mit 4 Spielern. Der unglückliche Vierte schob ein Not-All-in und
wurde sowohl von A7 als auch AA gecallt, was dann zum Ausscheiden führte. Die
drei Sieger erhielten als Preis ein 1000,-Buy-in für das Finale im Dezember.
Dort winken dann wieder Sachpreise, ein Flug ins All, Tauch-gänge zur Titanic
und weiteres. Im Falle eines Gewinns würde dann der Sachpreis versteigert und
der Erlös dem Projekt "Reraise-For-Children" zugute kommen. Weitere
Informa-tionen gibt es in Kürze auf:
Erfolgreiche Europameisterschaft 2009 für Bodo Zeidler
Wahrscheinlich war es der gute Kakao im Cafe Schwarzenberg, der den Besuch in
Wien gut einstimmte. Mit der Bimmelbahn ging es - durch du wunderschöne
Weinlandschaft - nach Baden, einen wunderschönen Ort, mit einem Casino, das
keine Wünsche offen lässt: Perfekte Organisation, historisches Am-biente zzgl.
Charme.
Das Satellite-Turnier mit 300,- Buy in brachte eine 70/30%-Konfron tation, zu
eigenen Gunsten, aber wie so oft mit schlechtem Ausgang. Also Rebuy, gleich
nachladen, und das Add-On war somit auch schon gebucht. Danach klappten die
Hände auch deutlich besser. Zur Mitte des Turniers kam es mit Frank D. , aktuell
23 der CAPT Rangliste 2009, zur einem Battle im Button und BigBlind. Das
ButtonRaise würde von Frank wiederum geDreiBettet, letztendlich landete alles in
der Mitte: Seine 10 10 gegen mein JJ. Das war knapp, hätte auch genau andersrum
sein können: Gegenseitige Anerkennung, ein absoluter Sportsmann, dieser Frank.
Mit dem Mittlerweile 18.000 Spielpunkten ging es dann weiter. Das tighte Image
ermöglichte den einen oder anderen Spielzug, zwischenzeitlich betrug der Stack
42.000 Spielpunkte. Und dann, ja und dann.......dann wurde der Tisch aufgelöst.
Neuer Tisch, komplette Übermüdung wegen des frühen Flugs, 2 Flüchtigkeitsfehler,
ein schlechtes Tischimage, und zusätzlich komplett card-dead über Stunden. Nix
lief mehr, auf der Zielgraden wurde der verbleibende 4-Blind-Stack über die
Ziellinie getragen. Mehr als gewinnen geht eben beim Satellite nicht. Alles in
Allem ein schöner erster inter-nationaler Life-Auftritt, das Main Event konnte
nicht gespielt werden, wer weiß wofür das gut war. 100,- Euro gehen an ein
lokales Projekt und 400,- an das Kinderprojekt DIE ARCHE / Hamburg.
Großes Interesse an Reraise-for-Children.com : Profi Markus Golser, der selbst
mit 14 Kollegen für Kinder spendet,
und Poker-Ikone Michael Keiner. Keiner der beiden wollte mir seine Tricks
offenlegen. WSOP Braceletgewinner Alexander Krawtschenko: "Angst mit mir am
Tisch zu sitzen", allerdings nur am Mittagstisch. Kurz: Keine Info über Tricks.
"Hömma, Dragan Galic, welche Tricks hast Du denn so am Start, die einen zum
CAPT-Führenden machen?......Dragan?............Hallo?........ Peter Hedlund mit
Fans, also seinen....
Er erzählt sehr viel, aber nix über Tricks.
Kolumne: Die Philosophie des "WannaBe"
Wissenswertes basierend auf Halbwissen und Stammtisch-Philosophie
Was Poker mit "Glück" zu tun hat.
Des öfteren werde ich von Freunden gefragt:
"Da hast Du bei den Turnieren wohl nur gute Karten gekommen, was?". Oder noch
anders: Nichtpokerspieler haben bei dem Gedanken an Poker oft den Cowboy mit Hut
vor Augen, der mit "Nichts auf der Hand" den gesamten Chipstapel in die Mitte
schiebt und böse dabei schaut. Die Realität des Spiels sieht anders aus: Man
kann komplett ohne "Bluffs" ein hervorragendes Poker spielen. Wie aber gibt man
einem Laien einen kurzen Einblick?
Turnier-Poker ist schlicht die Verwaltung des Startgelds. Für das Startgeld
erhält man Chips, um die gespielt wird, bis ein Spieler alle Chips auf sich
vereint. Einen Preis erhalten ca. 10% der Spieler, gestaffelt nach Platzierung.
In der Annahme, dass alle Spieler ungefähr gleich gut spielen, erhält man
statistisch "nur" jedes 10te Mal einen Gewinn. Oder noch schlimmer: Ist das
Kartenglück nicht auf der eigenen Seite, bleibt man schnell 20 bis 50 Turniere
ohne einen Gewinn. Das ist die "schlechte Nachricht".
Die gute folgt sogleich: Poker ist komplett ein auf Können basierendes Spiel:
Derjenige, der besser spielt als seine Gegner, gewinnt langfristig. Derjenige,
der was anderes erzählt, hat schlichtweg kein Wissen über das Spiel. Die
moralische Frage, ob Spielen um Geld eine gute Sache sei, ist mehr als
berechtigt, da Geldspiele ein Suchtpotential bergen, mit beträchtlichen
Negativfolgen. Wer aber moralische Reden schwingt, sollte die Diskussion
gesamtheitlich führen, über Lotto, Sportwetten, Kaufsucht, Laufsucht und den
Profisport im allgmeinen.
Egal ob Tennis, Golf oder Segeln: Viele Profisportler haben beträchtliche
wöchentliche Kosten ("Startgeld") und spielen gleichermaßen um extrem hohe
Geldbeträge. Wo ist der wirkliche Unterschied? Sind diese Sport-Idole nicht
eigentlich Geldspieler? Oder andersrum: Poker ist ein ungemein interessantes
Strategiespiel, bei dem Geld nicht im Vordergrund stehen muss. Man kann Poker
auch für kleinstes Geld spielen. Poker erfordert vielschichtigste Tugenden, und
Poker zeigt gewisse Paralellen zur Realität auf. So werden beim Poker
Überheblichkeit, Gier und Ungläubigkeit gnadenlos gestraft, hingegen
Glaubhaftigkeit, Verlässlichkeit und Geschick tendentiell belohnt, aber wie
gesagt auch nicht immer, wie im Leben. Um auf unseren oben genannten "Bluff"
zurückzukommen: Damit dieser klappt, müssen alle Rahmenbedingungen stimmen,
insbesondere muss der Gegner so intelligent sein, Verlustängste zu haben. Ohne
Verlustängste kein Bluff, und deswegen ohne Geld kein Poker. Sonst könnte man
auch um Zahnstocher spielen.
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